INGENIEUR-NACHRICHTEN – Ausgabe 1/2016

Die Ausgabe 1 / 2016 (Print) ist am 8. Januar 2016 erschienen.

Titelthema: „Intelligente Energiesysteme“

Inhaltsverzeichnis

TITELTHEMA
06 Energiesystem der Zukunft
07 Ohne Solarthermie keine Wärmewende
08 Intelligenter Netzbetrieb auf allen Ebenen
09 Intelligente Vernetzung von Strom und Wärme
INFORMATIONEN
10 Mit Sommerwärme im Winter heizen
11 Klimawandel – Zeit zu handeln
12 Dezentral und effektiv
12 Intelligente solarthermische Anlage
13 Lebensdauer von Windenergieanlagen erhöhen
13 Der Ofen in der Wand
14 Thesen zur Energiewende
14 Kosten der Energiewende
15 Elektromobilität und Klimaschutz
15 Stromversorgung der Zukunft
16 Grundregeln der Speichertechnik
16 Innovative Photovoltaik – vom Labor an die Fassade
17 Schutz des geistigen Eigentums
FORSCHUNG UND BILDUNG
18 Wann ist ein Ingenieur ein Ingenieur?
18 Verdampfer für Niedertemperatur-Solarkraftwerk
19 Zittauer Kraftwerkslabor
MESSEINFORMATIONEN
20 mitteldeutsche handwerksmesse 2016
20 S.I.C.H.E.R Gebäudeschutz und Sicherheit
21 INservFM 2016 umfangreich wie nie zuvor
21 SHK ESSEN – von Energieeffizienz bis zum Bad-Design
21 Rapid.Tech 2016
JUGENDPOWER
22 50 Jahre Jugend forscht
22 Mehr als 12.000 Anmeldungen für die 51. Wettbewerbsrunde
TECHNIKGESCHICHTE
23 Die Internationale Energieagentur (IEA)
VEREIN DER INGENIEURE UND TECHNIKER IN THÜRINGEN E.V.
24 2015 – ein gutes Jahr
25 INGENIEUR-NACHRICHTEN.de
25 Erfolgreiche Rezertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008
VEREIN DER INGENIEURE, TECHNIKER UND WIRTSCHAFTLER IN SACHSEN E.V.
26 „Systematisches Erfinden“
27 Zusammenarbeit Schule und Wirtschaft (Teil 2)
27 Erstes DFG-Gerätezentrum für Strömungsforschung
VEREIN DER INGENIEURE UND WIRTSCHAFTLER IN MECKLENBURG-VORPOMMERN E.V.
28 Der Vorsitzende informiert
29 Autobahnbau A14 in West-Mecklenburg
RÄTSELSPASS

LEITARTIKEL
Liebe Leserinnen und liebe Leser,

das Thema der ersten Ausgabe der IN2016: „Intelligente Energiesysteme fordert uns zu einigen Betrachtungen heraus. Weltklimakonferenz in Paris Ende November 2015; wir befinden uns in einer Klima- und Energiekrise, die die Bundeskanzlerin die „Überlebensfrage der Menschheit nennt. Von welchen Energiesystemen also sprechen wir? Es gibt darauf nur eine Antwort: 100 % erneuerbare Energien! Längst ist mit den erneuerbaren Energien nicht nur eine Technik herangewachsen, sondern auch eine (volks-)wirtschaftliche Größe: Im vergangenen Jahr sind weltweit die Investitionen in diesem Bereich auf 270 Mrd. Dollar angewachsen,d.h. ein 17 %iger Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Wenn allein nur die Solarenergie betrachtet wird, so lag der Zuwachs bei 25 % (149,6 Mrd.Dollar). Wie aber sah und sieht es in Deutschland aus, dem Vorzeigeland weltweit bis 2009? In den Jahren ab 2009 wurde der Solar- und Windkraftzubau der vorangehenden 8 Jahre
durch rücksichtslose Änderungen der energiegesetzlichen Rahmenbedingungen abgebremst.
Tempo und Dynamik beim Ausbau der erneuerbaren Energien dürfen nicht sinken. Haben wir doch mit dem Sonnenenergiesystem (kein Wind ohne Sonne, keine Pflanze ohne Sonne) sieben unschlagbare Gründe der Überlegenheit: 1. Sonnenenergie ist unerschöpflich, 2. Sonnenenergie ist weltweit verfügbar, sie scheint für alle Menschen, sie ist friedensstiftend und somit die Voraussetzung für eine bessere Welt. Die Hauptfinanzquelle des Terrors sind nach Franz Alt die arabischen Ölquellen. 3. Die von der Sonne gewandelte Energie ist frei von CO2-Emissionen, 4. Sonnenenergienutzung erzeugt kaum externe Kosten, 5. Die Sonne ist nicht privatisierbar,
6. Die Sonne ist nicht abschaltbar, 7. Die Sonne schickt keine Rechnung. Stimmt nicht ganz, werden Sie sagen, denn der deutsche Gesetzesrahmen hat es geschafft, die Sonne abzuschalten und hat es geschafft, die Sonne eine Rechnung schicken zu lassen, wenn Sie die selbst erzeugte Energie auch selbst verbrauchen,
eine sogenannte Sonnensteuer, wie kurios! Warum finden Sie in dieser Ausgabe gerade auch intelligente solarthermische Energiesysteme? Circa 60 % der Primärenergie wird in Deutschland für Raum- und Prozesswärme genutzt. Der Anteil am Endenergieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser in ohngebäuden
betrug 2011 in Deutschland 63% bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Bisher beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung erst 12 %. Der Anteil der Installationen an thermischen Solaranlagen ist um 13 % zurückgegangen von Januar bis August 2015 im Vergleich zum Jahr davor. Die Wärmewende befindet sich in der Sackgasse. Mit den gegenwärtigen Regularien sind die vorgegebenen Ziele, bis 2050 den Wärmebedarf der Wohngebäude um mehr als 57 % zu senken, nicht zu schaffen. So ist es ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn wir hier berichten können, dass die Bundesregierung die Zuschüsse ab Anfang 2016
zum Einbauen von Solarheizungen deutlich erhöhen will. Im Anreizprogramm Energieeffizienz werden die Fördersätze für den Austausch veralteter Heizungen um 20 % erhöht, wenn dabei Solartechnik zum Einsatz kommt. So wie die Gemeinde Dollnstein eine intelligente Vernetzung von Strom und Wärme im Wärmenetz
realisiert hat, hat die Fernwärme Dronninglund in Dänemark den Europäischen Solarpreis 2015 erhalten für ihre
Fernwärmenetzlösung mit Solarthermie und saisonaler Wärmespeicherung. Die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung und der dezentrale Verbrauch sind systemeigen und charakteristisch für Energieregionen, die
den hohen Anteil an Eigenversorgung anstreben. So hat die SmartRegion Pellworm den German Renewables Award 2015 erhalten für ihr intelligentes Stromnetz, das Energiesystem der Zukunft. Es wurde die optimale Zusammenarbeit elektrischer und thermischer Speicher mit erneuerbaren Energien gezeigt.
Dr.-Ing. Brigitte Schmidt
Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern
www.solarzentrum-mv.de

 

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