Hygiene-Handgriff zur Vermeidung von Infektion mit dem Coronavirus

Erfurter Unternehmen entwickelt einen Handgriff zur Vermeidung von Schmierinfektionen mit COVID-19.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus geht es vor allem darum, den Direktkontakt zwischen den Menschen zu verringern, um die Ansteckungsgefahr durch Tröpfcheninfektion zu vermeiden. Aber auch die Berührung von Oberflächen, auf denen sich die Viren befinden, kann zu einer Infektion mit SARS-CoV-2 (COVID-19) führen. Türklinken oder die Bedienknöpfe von Fahrstühlen können durch Niesen oder Husten mit den Viren kontaminiert sein und durch die Berührung mit der verseuchten Oberfläche mit der Hand kann der Virus übertragen werden.

Dagegen kann man sich durch regelmäßiges Händewaschen oder auch Handschuhe schützen.

Für die Mitarbeiter/innen in öffentlichen Gebäuden, Wohn- und Pflegeheimen oder betreutem Wohnen stellt dies jedoch eine zusätzliche Belastung dar, denn sie müssten nach dem Verlassen eines Raumes jeweils die Hände desinfizieren oder die Handschuhe wechseln.

Dieses Problem kann jedoch gelöst werden, wenn zwischen den Händen und den potentiell verunreinigten Flächen ein Hilfsmittel existiert, mit dem z.B. Türklinken nicht mehr direkt berührt werden. Frank Sattler, Inhaber des Erfurter Unternehmens SATTLER 3D, hat über solch ein Hilfsmittel nachgedacht und einen Handgriff entwickelt, mit dem Türen und Fenster geöffnet werden, Fahrstuhlknöpfe gedrückt oder Dinge getragen werden können, ohne dass der Benutzer in direkten Kontakt damit kommt. Dieser Hygiene-Handgriff (Hygienic Handle) spart Einweghandschuhe oder vermeidet Verrenkungen mit dem Arm zum Öffnen von Türen.

Er wiegt nur ca. 50 g und kann mit herkömmlichen Desinfektionsmitteln oder Spiritus gereinigt werden.

Der Hygiene-Handgriff wurde mit 3D-CAD-Software konstruiert und die ersten Muster mit dem 3D-Drucker hergestellt. Nach ersten Versuchen im Unternehmen und verschiedenen Änderungen, erfolgte ein erster Test in einer Pflegeeinrichtung in Erfurt. Seit Beginn dieser Woche werden nun

mit mehreren 3D-Druckern weitere Prototypen hergestellt, um eine breitere Testung zu ermöglichen. Außerdem sucht SATTLER 3D nach einem Partner in der Industrie, der die Serienproduktion übernehmen könnte.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie hier: http://sattler3d.com/index.php/2020/03/31/hygiene-handgriff-zur-vermeidung-von-infektion-mit-dem-coronavirus/

Das Unternehmen SATTLER 3D mit Sitz in Erfurt bietet seit 1996 Dienstleistungen und Produkte für innovative Unternehmen in ganz Deutschland an. Dazu gehören 3D-CAD, 3D-Druck sowie die Herstellung von Sonderkonstruktionen und Prototypen. Der Inhaber Frank Sattler studierte von 1980 bis 1985 Fertigungstechnik an der TU Dresden mit dem Schwerpunkt Montage und Handhabungstechnik. Er arbeitete bis 1995 als Projektleiter und Gesellschafter in Unternehmen im Bereich Robotik und Sondermaschinenbau.