Windparks: 70 Kilometer lange Wirbelschleppen

Messflugzeug DO-128 über Windpark

Forscher haben großräumige Nachläufe hinter Windparks in der Nordsee nachgewiesen und vermessen. In 41 Flügen mit dem Messflugzeug erhoben sie Windgeschwindigkeit und Turbulenz über der Deutschen Bucht. Die auch „Wirbelschleppen“ genannten Phänomene entstehen hinter Offshore-Windparks, weil die Anlagen den Wind bremsen und ihm Energie entziehen.

Die Wissenschaftler u. a. vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (ZAG) der Universität Tübingen maßen Nachläufe von bis zu 70 Kilometern Länge. In diesen Bereichen wurde das Windfeld merklich abgebremst und es kam verstärkt zu turbulenten Verwirbelungen.

Relevant sind die Ergebnisse beim weiteren Ausbau der Windkraftnutzung in der Nordsee. Mit den Erkenntnissen können die Forscher künftig die Einflüsse auf stromab liegende Windparks besser vorhersagen und Modellsimulationen verbessern. So wollen sie den weiteren Ausbau der Windkraftnutzung in der Nordsee begleiten und optimieren.

Foto: Technische Universität Braunschweig / Messflugzeug DO-128