Adapter übersetzt Maschinensprachen

Adapter erleichtert Verstaendigung unter Maschinen

Ein zentraler Teil von Industrie 4.0 ist der Informationsaustausch zwischen Maschinen. Die sprechen aber häufig nicht dieselbe Sprache. Ingenieure haben die Kommunikationsprobleme jetzt überwunden: Ein Adapter verbindet Teile des Produktionssystems und stimmt sie aufeinander ab.

Maschinen und Bauteile sollen sich in einer intelligenten und vernetzen Produktion – im Sinne von Industrie 4.0 – über den aktuellen Stand der Fertigung austauschen. Das Problem: Sie sprechen oft nicht dieselbe Sprache oder die benötigten Informationen stehen in digitaler Form nicht zu Verfügung. Außerdem sollen die Anlagen möglichst wandelbar sein, um auf individuelle Kundenwünsche schnell und kostengünstig reagieren zu können.

Techniker des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben daher einen Adapter entwickelt, der die Kommunikationsprobleme zwischen Komponenten und Werkzeugmaschinen überbrückt. Er übermittelt sowohl Messwerte und Daten als auch deren Bedeutung. Als Schnittstelle dient ein kleiner PC. An ihn werden Sensoren sowie Antriebselemente angeschlossen, die die Signale in mechanische Bewegung umsetzen. Der Computer kombiniert die Sensorsignale mit einer Beschreibungsdatei und stellt so aktuelle Informationen über die Komponente im Netzwerk bereit.

Mittels dieser Beschreibung kann sich die Maschinensteuerung an die tatsächlich verbauten Komponenten individuell anpassen. Der Adapter ist zusätzlich mit einem Schutzstecker ausgerüstet, der die Authentizität der Komponenten bestätigt.

Die Forscher haben ihren Adapter bereits in verschiedenen Anwendungsfällen unter realen Bedingungen getestet. Präsentiert wird er auf der internationalen Werkzeugmaschinenmesse EMO, die 18. bis 23. September in Hannover stattfindet.

Bild: KIT