Rapid.Tech 2017: Rekordwerte und VITT als Mitveranstalter

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Die Rapid.Tech blieb auch 2017 auf Höhenflug. Mittendrin der VITT, der erneut als Mitveranstalter der Fachmesse für additive Fertigungsverfahren auftrat. Zu sehen gab es u. a. zwei Weltneuheiten und den Erfinder des 3D-Drucks. 

Rund 4.800 Besucher und  Kongressteilnehmer (2016: 4.500) lockte das Messeduo Rapid.Tech und FabCon 3.D vom 20. bis 22. Juni 2017 nach Erfurt. Die Gäste trafen auf  207 Messeaussteller aus 13 Ländern – 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Titel „Deutsche Hauptstadt des 3D-Drucks“ bleibt Erfurt somit erhalten.

VITT erfolgreicher Mitveranstalter

Als Mitveranstalter war der VITT mit einem eigenen Messestand in der Halle 2 vertreten. Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsstelle Erfurt diskutierten mit Besuchern und Konferenzteilnehmern über fachliche und wirtschaftspolitische Themen. Neben den Kernkompetenzen des VITT –  Qualitätsmanagement und Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses –  stand die additive Fertigung im Fokus. Die boomende Branche ist auch im VITT präsent: Mitglieder waren auf der Rapid.Tech mit eigenen Messeständen vertreten, darunter Dipl.-Ing. Holger Krause (PORTEC GmbH) oder Dipl.-Ing. Frank Sattler (SATTLER media & datasystems).

An den drei Messetagen präsentierten sich Markt- und Technologieführer, renommierte Forschungseinrichtungen, Start-Ups und Netzwerke aus 13 Ländern – Italien, Polen, Russland oder die USA. Neben der Quantität bescheinigten Besucher wie Aussteller dem Veranstaltungs-Duo viel Qualität. „Der nochmalige Gewinn an Professionalität zeigte sich in dem hochkarätigen und sehr gut besuchten Vortragsprogramm und ebenso an den attraktiv gestalteten Ständen“, sagten die Vorsitzenden des Fachbeirats, Michael Eichmann (Stratasys GmbH), und Prof. Dr. Gerd Witt (Universität Duisburg-Essen). „Ebenso konnten wir feststellen, dass additive Technologien immer tiefer in die Industrie vordringen und zu Überlegungen für neues bzw. verändertes Geschäft führen.“

Weltneuheiten für additive Fertigung

Dazu passen zwei Weltneuheiten, die Aussteller auf der Rapid.Tech präsentierten. Erstmals wurde der 3D-Druck von Metallteilen auf Kunststoff-Maschinen sowie von Silikon-Bauteilen vorgestellt.

Für das Drucken von Metallteilen auf Kunststoff-Filamentmaschinen war bisher keine Lösung verfügbar. Ein Unternehmen aus Österreich hat diese Lücke geschlossen und zeigte eine Weltneuheit für den Metallfilament-Druck. Es entwickelte eine Kunststoff mit 80-prozentigem Metallanteil und die Maschinentechnologie für die Verarbeitung. Nach 3D-Druckprozess und Sintern entstehen Fertigteile aus reinem Edelstahl.

Die zweite Weltpremiere: Der erste industrielle 3D-Drucker, mit dem sich Objekte aus Silikon additiv fertigen lassen. Die Kunden können ihr Design im Webshop hochladen oder im Open Print Lab unter fachlicher Anleitung selbst drucken. Das Objekt erhalten sie anschließend zugeschickt.

Erfinder des 3D-Drucks in Erfurt 

Neue Impulse setzten in Erfurt auch renommierte internationale Global Player, die für Keynote-Vorträge in die Landeshauptstadt Thüringens gereist waren. So konnte mit Charles „Chuck“ Hull am ersten Tag kein Geringerer als der Erfinder des 3D-Drucks und Mitgründer von 3D Systems aus den USA begrüßt werden. Die Themen der Rapid.Tech-Keynotes wurden anschließend von 93 Experten aus neun Ländern in der Anwendertagung sowie weiteren zehn branchenspezifischen Fachforen vertieft.

Die 15. Auflage von Rapid.Tech und FabCon 3.D. findet vom 5. bis 7. Juni 2018 statt. Dann wird auch der VITT wieder vor Ort sein.