Die smarte Straßenlaterne

Etwa ein Fünftel des weltweiten Stromverbrauchs fließt in die Beleuchtung: 80 Prozent verbrauchen professionelle Anwendungen bspw. in Büros, der Industrie oder im öffentlichen Raum; 20 Prozent entfallen auf die Beleuchtung von Privathaushalten. In Dresden und Leipzig arbeiten Forscher an Anwendungen für die Zukunft.

So sind individuell einstellbare Lichtanwendungen bisher die Ausnahme bei der Beleuchtung. Nutzer können unabhängig von der Tages- oder Jahreszeit meist nur die fortwährend gleiche Helligkeitsstufe und Lichtfarbe einstellen. Das möchten Forscher der TU Dresden im Verbundprojekt „OpenLicht“ ändern. Im Projekt soll eine offene Entwicklungsplattform für intelligente, intuitiv bedienbare Licht- und Beleuchtungssysteme erarbeitet werden.

Selbstlernende Vernetzung

Dazu gehört die selbstlernende Vernetzung von Lichtquellen mit Sensordaten im Netzwerk und mit Nutzerprofilen. Nutzer könnten dann die bevorzugte Lichteinstellung separat für jede einzelne Lichtquelle und jeden einzelnen Wohnraum einstellen – angepasst an die jeweilige Tageszeit. Dank selbstlernender Vernetzung passen sich Helligkeit und Lichtfarbe automatisch den jeweils herrschenden Temperatur- und Wetterdaten und den persönlichen Präferenzen an.

Um komplexe, elektronisch gesteuerte Beleuchtungssysteme für einen möglichst großen Nutzerkreis anwendbar zu machen, steht bei OpenLicht die Entwicklung einer Open-Source-Plattform im Zentrum, die aus Hardware und Software besteht. Zudem fokussieren die Forscher die Erarbeitung einer intelligenten, intuitiven, selbstlernenden Lichtsteuerung. Ein weiterer Kernpunkt ist die dazu notwendige einfache Vernetzung zwischen Sensorik und Aktuatorik über Mensch-Maschine-Schnittstellen für eine intelligente Gebäude-Infrastruktur. Das Forschungsprojekt OpenLicht endet im August 2019.

Intelligente Straßenlaterne

Um Mensch-Technik-Interaktionen geht es auch an der Universität Leipzig. Auf der CeBIT präsentierten Leipziger Forscher die intelligente Straßenlaterne. Sie soll im Dunkeln den Weg weisen und dabei Strom sparen helfen. Dazu werden die Laternen nur entlang des vorher anvisierten Weges aufleuchten und nur dann Licht spenden, wenn sich eine Person in ihrer Nähe befindet. Die Steuerung erfolgt über die Signale des eigenen Smartphones.