Hybrid aus Akku und Kondensator

Hybrid-Speicher aus Akku und Kondensator

Die Ladezeiten von Akkus sind immer wieder Thema – speziell in der Diskussion um Elektroautos. Jetzt entwickeln Forscher einen Akku, der in Sekunden auflädt, trotzdem eine große Kapazität besitzt und bis zu zwölf Jahren halten soll.

Elektroautos sollen die Mobilität verändern. Im Alltag kann das Aufladen der Akkus aber nach wie vor zur Geduldsprobe werden. Im Gegensatz zu Akkus laden bspw. Kondensatoren sich in Sekundenschnelle auf, können aber nur wenig Energie speichern.

Daher entwickeln Forscher einen Hybrid-Speicher, der die Vorteile von Lithium-Ionen-Batterien und Superkondensatoren vereinen soll. Die „PowerCaps“ des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart und dessen Partner haben eine ähnlich hohe spezifische Kapazität wie Bleibatterien. Ihre Lebensdauer liegt bei zehn bis zwölf Jahren und sie lassen sich fast so schnell aufladen wie ein Superkondensator. Laut der Forscher sollen die bis zu einer Temperatur von 85 Grad Celsius einsetzbaren PowerCaps hundert Mal mehr Ladezyklen als konventionelle Batteriesysteme überstehen.

Gegenwärtig widmen sich die Techniker des IPA vor allem der Produktionstechnik für die Hybrid-Speicher. In einer Vorproduktion optimieren sie die Serienfertigung und legen sie von Anfang an auf Industrie 4.0 aus. Daneben entwickeln die Forscher Geschäftsmodelle zur späteren Vermarktung der Batteriezellen, analysieren die Rohstofflage und optimieren das spätere Recycling der PowerCaps.

© Foto Fraunhofer IPA/Rainer Bez