Erfolgversprechende Mitochondrienmedizin

Wenn man die medizinischen Fachzeitschriften verfolgt, tauchen immer öfter die Begriffe Mitochondrien, Mitochondriopathien, Mitochondrienmedizin oder ähnliche auf. Was verbirgt sich dahinter?

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Mitochondrien haben sich im Laufe der Evolution in pflanzlichen und tierischen Zellen symbiotisch angesiedelt, waren also einmal eigenständige lebensfähige Lebewesen mit eigener mDNA. Als Organellen in menschlichen Zellen, die wiederum eine eigene humane DNA haben, sind sie vorwiegend zuständig für die aerobe Energiegewinnung aus den mit der Nahrung zugeführten monomolekularen Bestandteilen von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen, anders ausgedrückt Glucose, Fettsäuren und Aminosäuren. Aber auch andere wichtige Syntheseprozesse für lebenswichtige Enzyme laufen nur in den Mitochondrien ab.

Ohne Sauerstoff hat die Natur mit der Glycolyse außerhalb der Mitochondrien einen Ausweg frei gehalten. Bei diesem Prozess wird Glucose im Zytosol der Zellen ohne Vorhandensein von Sauerstoff abgebaut (z.B. in den Erytrozythen, die keine Mitochondrien haben) und so die Energieproduktion ermöglicht, aber mit einem Faktor 1:19. Das bedeutet, mit Sauerstoff kann dank der Mitochondrien aus einem Molekül Glucose 19 Mal mehr Energie gewonnen werden. Das ist für den Menschen eine nützliche Symbiose.

Allerdings gibt es eine Schwachstelle: haben die Mitochondrien in ihrer mDNA Defekte, so kann das für den Menschen verheerende Folgen haben. Sie sind die Ursache für die Mitochondriopatien wie multible Sklerose, Autoimmunerkrankungen, Rheuma, Herzkrankheiten, also alles z.Z. nur bedingt oder gar nicht heilbare Krankheiten. Während die humane DNA über eigene Reparaturmechanismen verfügt, also Defekte selbst reparieren kann, besteht bei der mDNA diese Möglichkeit nicht. Defekte kumulieren und sind wahrscheinlich auch eine der Ursachen für das Altern.

Die mitochondriale mDNA kann mütterlicherseits geschädigt vererbt werden oder im Laufe des Lebens durch äußere oder innere Einflüsse geschädigt werden. Eine mögliche Ursache kann ständiger Sauerstoffmangel und der dadurch vorhanden Energiemangel in Form von fehlendem ATP (Adenosintriphosphat) sein. Das ist der Fall bei einer gestörten „inneren Atmung“, also bei behindertem Sauerstofftransport durch das Blutkreislaufsystem zu den Zellen bis in die Mitochondrien.

Eine Therapietechnik, die sich positiv auf die Fließeigenschaften des Blutes und somit auch auf den Sauerstofftransport auswirkt und als Mitochodrienmedizin angesehen werden kann, ist die Stimulation der roten Blutblättchen mittels elektromagnetischer Felder in der richtigen Dosis und mit dem richtigen Biorhytmus. Die in den Elektromagnetfeldsystemen BEMER und Sentiplus realisierten Stimulationssignale erfüllen diese Bedingungen. In dunkelfelmikroskopischen Aufnahmen vom nativen Blut kann man sich von der Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes nach 8 Minuten Stimulationszeit überzeugen. Es gibt also schon greifbare und praktikable Therapietechniken, die man in die Mitochondrienmedizin einordnen kann. Bisher konnten die Ärzte die langsame und stetige Verbesserung des Allgemeinzustandes der Patienten bei kontinuierlicher Anwendung dieser Geräte zwar beobachten, aber nur hypothetisch durch die Verbesserung der Durchblutung in der Mikrozirkulation erklären. Geht man davon aus, daß elektromagnetische Felder mit bestimmter Signalform und Intensität überall im Körper, auch in den Mitochondrien, Moleküle und Ionen anregen können, wird dadurch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Prozesse, die auf Grund von Energiemangel nicht zum Laufen kommen, angestoßen werden. Kombiniert mit einer besseren Sauerstoffversorgung durch das Blut werden also optimale Bedingungen für die Funktionalität der Zellen und damit aller Organe geschaffen.

Reinhard Förster, Erfurt

www.femsys-erfurt.de