Studie: Smart Meter für Bevölkerung noch kein Thema

Smart Meter gelten als wichtiges Instrument für den Erfolg der Energiewende. Mit den intelligenten Energiezählern sollen Erzeugung und Verbrauch optimiert werden. Die Einführung von Smart Metern wird erhebliche Auswirkungen haben – auch für die Endkunden. Eine aktuelle Studie zeigt aber: Das Thema ist bisher nicht in der Bevölkerung angekommen.

In einer deutschlandweit repräsentativen Studie untersuchte das Leipziger „Hitschfeld Büro für strategische Beratung“ jetzt die Akzeptanz von Technik und Technologie –  am Beispiel der Smart Meter. Demnach sieht die Mehrheit der Befragten gegenwärtig keinen Nutzen in deren Anwendung: Sie bezweifelt, dass Smart Meter Preisvorteile bringen oder der Gesellschaft beim Energiesparen helfen können. Stattdessen haben die Menschen Bedenken, bspw. mit Blick auf mögliche zusätzliche Kosten durch die Technologie. Und: Die Befragten haben eine klare Meinung zur Datenspeicherung: 78 Prozent sehen in Smart Metern nur dann eine Option, wenn die Daten auf deutschen Servern gespeichert werden – unter deutschen Datenschutzregeln.

Darüber hinaus verdeutlichen die Ergebnisse der Studie: Das Thema Smart Meter ist bisher nicht in der Bevölkerung angekommen. Laut den an der Studie beteiligten Fachleuten liegt das aber weniger am kritischen Verhältnis zur Technologie, als vielmehr an mangelndem Wissen über Sinn und Nutzen.

Damit Smart Meter für den Verbraucher einen Nutzen entfalten können, muss er sein Verhalten analysieren, sich mit Tarifen und Dienstleistern auseinandersetzen usw. Ob diese Bereitschaft aber aktuell vorhanden ist, darf angesichts der Studien-Ergebnisse bezweifelt werden.