Kollaborierende Roboter sind im Kommen

AUTOMATICA 2016

292 Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmer beträgt die Roboterdichte in der deutschen Wirtschaft. Damit zählt Deutschland zu den weltweit am stärksten automatisierten Standorten – in Europa reicht es laut der International Federation of Robotics (IFR) sogar für Rang eins. Und es werden noch mehr Roboter hinzukommen. Ein Grund: Eine neue, flexible Roboter-Generation ohne notwendigen Schutzzaun ist marktreif. Die kollaborierenden Roboter –  sogenannte „Cobots“ – assistieren ihren menschlichen Kollegen unmittelbar. Hand in Hand.

Ein Ziel der Cobot-Entwickler: Die kollaborierenden Roboter sollen möglichst einfach zu steuern sein. So lassen sie sich neue Aufgaben zeigen, indem man ihnen bspw. für den gewünschten Arbeitsprozess die Hände führt und die Bewegung so automatisch einprogrammiert – eine intuitive Anwendung.

Dabei kommunizieren die Cobots mit der umgebenden Infrastruktur über Bildverarbeitungssysteme und Sensoren. Das Mensch-Roboter-Team ermöglicht einen neuen Arbeitsfluss: Der Cobot übernimmt z. B. monotone oder gefährliche Arbeiten, während der Mensch sich parallel dazu auf anspruchsvolle Montagearbeiten oder kreative Fehlerbehebung konzentriert. Weil die Teams sich schnell auf einen neuen Produktionsprozess umstellen lassen, können selbst kleinste Stückzahlen kostengünstiger produziert werden.

Eine gute Gelegenheit, Cobots  demnächst live in Augenschein zu nehmen: Die weltweit größte Robotermesse „Automatica“, die vom 21. bis 24. Juni in München stattfindet.