Elektroautos: Prämie beschlossen, mehr Ladestationen nötig

Wie angekündigt, hat das Bundeskabinett am 18. Mai die Umsetzung der Kaufprämie für Elektroautos beschlossen. Sie beträgt 4.000 Euro für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-In Hybride. Gefördert wird bis zur vollständigen Auszahlung der vorgesehenen Bundesmittel in Höhe von 600 Mio. Euro – maximal jedoch bis 2019.

Das zu fördernde Elektroauto muss allerdings als Basismodell weniger 60.000 Euro (Netto-Listenpreis) kosten. Die Förderung beantragen können Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird. Das Kabinett beschoss außerdem, dass Elektroautos ab Erstzulassung künftig zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit sind.

Ausbau Ladeinfrastruktur soll beschleunigt werden

Parallel dazu soll die Ladeinfrastruktur schneller ausgebaut werden. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) standen zum Jahresende 2015 deutschlandweit 2.567 öffentlich zugängliche Ladestationen mit insgesamt 5.836 Ladepunkten zur Verfügung. Momentan verlaufe der Aufbau der Ladeinfrastruktur jedoch gebremst. Grund seien die sehr hohen Investitions- und Betriebskosten, verbunden mit zu geringer Auslastung.

Daher erarbeitet das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur derzeit auch hier eine Förderrichtlinie. Demnach sollen u. a. Investitionszuschüsse für einzelne Ladesäulen gewährt werden. 300 Millionen Euro stellt die Bundesregierung von 2017 und bis 2020 für dieses Ausbau-Programm bereit.