3D-Druck geht in die Luft

T.H.O.R. von Airbus

Vor kurzem präsentierte die Airbus Group das erste gedruckte Flugzeug namens T.H.O.R. – Anfang Juni wird es auf der ILA Berlin Air Show 2016 ausgestellt. Das etwa 4×4 Meter große zweimotorige Fluggerät besteht fast ausschließlich aus gedruckten Bauteilen. Es hat bereits erfolgreich seinen Jungfernflug absolviert. Künftig will Airbus an T.H.O.R. neue Flugzeugkomponenten testen.

Additive Fertigungsverfahren werden auch in der Luft- und Raumfahrt immer wichtiger. Mit neuen Fertigungsmaschinen können Flugzeugteile und -komponenten durch die Kombination von bionischem Design und 3D-Druck hergestellt werden – schneller, kostengünstiger und flexibler. Ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Ersatzteile lassen sich zukünftig On-Demand, schnell und sogar direkt vor Ort produzieren. Das Potenzial der neuen Technologie zur Gewichtseinsparung kann zudem Treibstoffverbrauch und die Emission von Schadstoffen signifikant reduzieren.

Die 3D-Druck-Technologie eignet sich besonders für bestimmte Bauteile der Luft-und Raumfahrtindustrie – einige Beispiele werden auf der ILA gezeigt. Das zukunftsweisende Thema und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrtindustrie bilden zudem einen Schwerpunkt im begleitenden Konferenzprogramm.

Die ILA Berlin Air Show findet vom 1. bis 4. Juni im Berlin ExpoCenter Airport statt.

Bild: obs/Messe Berlin GmbH/Airbus