Elektromagnetische Zellstimulation – erfolgreich gegen Demenz?

Wir werden älter. Etwa 1 Million Menschen sind heute in Deutschland älter als 90 Jahre. Nach der Statistik sind bei den über 90jährigen 35% von Demenz betroffen. Es fängt bei 1,2% bei den 65jährigen an und steigt dann mit dem Lebensalter rapide an. Eine kausale Therapie gibt es nach Meinung der Schulmedizin nicht. Also unausweichlich und nur Zufall oder Glück und vom Alter abhängig, von Demenz betroffen oder nicht betroffen zu sein?

Sicher ist, dass die Menschen – vererbt oder durch verschiedenste Einflüsse erworben – unterschiedliche Genausstattungen in den humanen Zellkernen und auch in den Mitochondrien, den sog. Kraftwerken der Zellen, die über eine eigene DNA verfügen, haben. Sicher ist, ebenso wie bei anderen Krankheitsbilden, die auf Defekte in diesen DNA-Informationen beruhen, dass z. Z. Heilung schlecht oder unmöglich ist.

Demenz spielt sich im Gehirn ab. Entweder Neuronen verkümmern, sterben ab oder die Verbindungen zwischen den Neuronen werden funktionsuntüchtig. Es fängt bei harmloser Vergesslichkeit an und führt bis zur Pflegebedürftigkeit durch speziell geschultes Personal.

Der gesellschaftliche Pflegeaufwand steigt bei den immer älter werdenden Menschen rapide an, siehe oben. Für die Erforschung der Demenz und dem Entwickeln von Medikamenten dagegen wird viel Geld ausgegeben, bisher mit mäßigem Erfolg.

Versucht man ingenieurmäßig, Demenz, die nicht auf Gendefekten beruht, zu verstehen, kommt man sehr schnell zur Mikrozirkulation des Blutes im menschlichen Körper. Alle Organe, die ständig unter Energiemangel leiden, werden über die Jahre früher oder später insuffizient, nicht nur das Gehirn. Unter Energiemangel ist über den Umweg der ATP-Bildung (ATP=Adenosintriphosphat) in den Mitochondrien Sauerstoffmangel oder nicht optimal ablaufende Abbauprozesse unserer Nahrungsmittel, wie die Glykolyse in den roten Blutkörperchen, bei der auch ATP entsteht, zu verstehen. Ohne ATP funktioniert im Körper nichts, deshalb erleiden wir bei ATP = Null die Leichenstarre, da selbst der Muskel in Ruhe zur Entspannung ATP benötigt. Das Herz und das Gehirn reagiert auf ATP – sprich Sauerstoffmangel sehr empfindlich, das sieht man bei Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die roten Blutkörperchen reagieren auf nicht optimal ablaufende intrazelluläre Glykolyse (Abbau der Glucose zu Milchsäure) und dem daraus resultierenden ATP-Mangel mit Geldrollenbildung (Zusammenlagerung wie Geldrollen), die die Fließeigenschaft des Blutes eklatant verschlechtert. Damit kommt eine nach unten rotierende Spirale in Gang: Behinderte Mikrozirkulation führt zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung und damit zu einer verminderten ATP-Produktion in den Mitochondrien aller Zellen in Geweben und Organen. Von ATP und ph-Wert-empfindlichen Enzymen abhängige Synthese- und Abbauprozesse können nicht optimal ablaufen. Sauerstoffmangel führt generell zu einer Übersäuerung des Körpers (Azidose), besonders auch in Verbindung mit Wassermangel und einer ungesunden Ernährung und Stress. Enzyme können nicht mehr in ihren ph-Wert-abhängigen Arbeitsbereichen optimal wirken. Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren leiden besonders darunter. Auch im Blutplasma sind durch geringfügige ph-Wert-Verschiebungen Veränderungen der Bluteiweiße wie Fibrinogen und Albumine, die eine Verschlechterung der Blutzirkulation bis zur Stase zur Folge haben können, im Dunkelfeldmikroskop zu beobachten.

Kein Wunder, dass man in der Geriatrie von multimorbiden Älteren spricht, die bis zu 15 verschiedene Tabletten (von Ärzten verordnet) konsumieren, und die nicht nur Demenz haben sondern eben immer häufiger zusätzlich!

Eine elektromagnetische Zellstimulation mit bestimmten Zeit- und Intensitätsverläufen ist in der Lage, z.B. durch Aktivierung der Glykolyse, die ATP-Konzentration in den roten Blutkörperchen um 18% anzuheben. Damit arbeiten in Zellmembranen integrierte biologische Ionenpumpen aktiver, die das „Zappeln“ der roten Blutkörperchen verstärken und die Membranspannung der Zellen wieder normalisieren. Zusammen mit elektrostatischen Abstoßungskräften der geladenen Zellmembranen führt das verstärkte „Zappeln“ zu einer Vereinzelung der roten Blutkörperchen. Das „Zappeln“ der roten Blutkörperchen und die damit verbundenen Scherkräfte, die zur Vereinzelung der roten Blutkörperchen führen, wurde im Januar dieses Jahres von der Uni Würzburg aufgeklärt. So ist man also in der Lage, mit physikalischen Methoden die Fließeigenschaft des Blutes unabhängig vom Alter des Menschen und ohne Nebenwirkungen zu verbessern. Mittels der über 100 Jahre bekannten „Dunkelfeldmikroskopie“ kann dieser Effekt im lebenden, unbehandelten Blut vor und nach einer Stimulation beobachtet werden. Es genügt eine Blutprobe wie bei einer Zuckermessung aus der Fingerbeere des Probanden.

Es werden nicht nur die Glykolyse in den roten Blutkörperchen, sondern auch andere Prozesse, die auf Grund fehlender Aktivierungsenergie nicht optimal ablaufen, angeregt. So liegt die Vermutung sehr nahe, dass man mit diesen physikalischen Stimulationen in Verbindung mit einer gesunden Ernährung, ausreichender Wasserzufuhr und moderater Bewegung immer einem kranken, besonders einem multimorbiden Menschen helfen könnte, zu einer besseren Lebensqualität zu kommen, nicht nur bei Demenz. Prophylaktisch angewandt hilft es natürlich auch, gesund und leistungsfähig alt zu werden.