2015 schwieriges Jahr für deutsche Chemie

Die wirtschaftliche Bilanz der deutschen chemisch-pharmazeutischen Industrie für 2015 ist durchwachsen. Laut Zahlen des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) konnte die Produktion leicht zulegen, der Gesamtumsatz stagnierte aber wegen erneut sinkender Herstellerpreise (190,8 Mrd. Euro).

Bei den Exporten nach Übersee verzeichnet die Branche aufgrund des schwachen Euros ein kräftiges Plus, die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen im Inland blieb hingegen schwach. Insgesamt stieg die Produktion 2015 um 1 Prozent.

„Für ein besseres Ergebnis fehlten durchgreifende Impulse von der Weltwirtschaft“, sagte Marijn Dekkers, Präsident des VCI, zur Präsentation der Jahresbilanz.

Positiv bleibt die Beschäftigungslage: Die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche stieg gegenüber 2014 um 0,5 Prozent auf aktuell 447.000 Mitarbeiter.

Für das kommende Jahr rechnet der Verband mit einer leichten Belebung des Chemiegeschäftes. Gründe seien die wirtschaftliche Stabilisierung in Europa, der Aufwärtstrend in den USA und die anhaltende Nachfrage in Asien.

(Grafik: Verband der Chemischen Industrie)